Bobath

Bobath beschreibt ein Konzept zur Befundaufnahme und Behandlung von Erwachsenen bei neurologischen Erkrankungen.

Basierend auf neurophysologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen orientiert es sich an den Ressourcen des Patienten. Es beruht auf der Annahme, dass das Gehirn eine Umorganisationsfähigkeit (Platizität) besitzt. Verlorengegangene Funktionen (z.B. nach einen Schlaganfall) können durch Vernetzung mit anderen Hirnbereichen wieder erlangt werden. Zur Vereinfachung dient das folgende Beispiel. Nervenbahnen können mit Autobahnen verglichen werden. Sind wir mit unserem Auto auf dem Weg von A nach B und die Autobahn ist blockiert (z. B. durch einen Schlaganfall), ist es möglich eine andere Autobahn zu nutzen, um ans Ziel zu gelangen. Dies ist vielleicht mit einem Umweg verbunden, trotzdem aber möglich. Damit ist die Umorganisationsfähigkeit des Gehirns gemeint. Zu manchen Orten gibt es keine Autobahn, sondern nur einen Trampelpfad. Wird dieser häufig benutzt, wird er immer breiter und irgendwann auch zur Straße. Dies erreicht das Bobath – Konzept, indem es die betroffene Körperseite immer wieder in Alltagsbewegungen einbezieht, in dem sie sensorisch stimuliert wird, um sie in ihren Bewegungen im Einklang mit der betroffenen Seite zu halten. Diese erfolgt individuell auf den Patienten abgestimmt, um seine Fähigkeiten zu erweitern und somit die Selbständigkeit zu fördern.

Patienten mit Hirnschäden und zentralen Lähmungen galten noch vor wenigen Jahren als Pflegefälle. Durch gezielte pflegerische und therapeutische Maßnahmen können sie heute durchaus erfolgreich ihren Alltag selbständig (mit-)gestalten.

„Gesundheit
gedeiht mit
der Freude
am Leben.“
Thomas von Aquin